Wanderkarte Westliches Thüringer Becken / Mittleres Unstruttal

Artikelnummer: WKT-19

Wanderkarte Westliches Thüringer Becken / Blatt 61 mit Bad Langensalza, Sömmerda, Greußen, Bilzingsleben, Kindelbrück und Bad Tennstedt.

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Wanderkarte Westliches Thüringer Becken

Die Wanderkarte Westliches Thüringer Becken enthält die Städte Bad Langensalza, Sömmerda, Erfurt-Gispersleben, Greußen, Bad Tennstedt und Kindelbrück. Die Landschaften vom Unterlauf der Gera und das Unstruttal von Bad Langensalza bis Kindelbrück sind abgebildet. Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Altstädte Bad Langensalza und Sömmerda, das Schloss Ebeleben und Kloster Straußfurt sind auf der Rückseite.

Info's Wanderkarte mit Radwegen enthält UTM-Koordinatengitter und ist GPS-tauglich.
ISBN 978-3-86979-146-3
Auflage 2011
Maßstab       1 : 50 000
Verlag GeoThüringen Erfurt


Die Unstrut entwässert eine Einzugsfläche von ca. 6.350 km², das Thüringer Becken, welches im Windschatten der Gebirgszüge im Westen und des Harzes im Norden liegt und dadurch nur eine mäßige Wasserführung hat. Als mittlere Unstrut ist das Gebiet von Langensalza bis Sömmerda und die Wendung des Flusses nach Norden bis zur Thüringer Pforte bei Heldrungen anzusehen. Nebenflüsse im Mittellauf sind von rechts die Gera, die Gramme und die Lossa. Von links führen der Schmbach, die Helbe und die Wipper der Unstrut ihr Wasser zu. Bei Straußfurt ist ein Hochwasserrückhaltebecken mit einem Stauvolumen von 19 Mio. m³ errichtet worden.

Die Gera ist ein 85 km langer rechter Nebenfluss der Unstrut. Die Quellflüsse entspringen im Thüringer Wald bei Gehlberg am Rennsteig und treffen in Plaue zusammen. Sie fließt in nördlicher Richtung tief in den Muschelkalk eingeschnitten nach Arnstadt, danach im falcher werdenden Land nach Erfurt, wo sie in zwei Armen durch die Altstadt strömt. Weithin bekannt ist die bebaute Krämerbrücke über den Fluss. Nördlich der Erfurter Altstadt verläuft die Gera durch das Große Rieth hin zur Geraaue bei Gebesee. Nördlich von Gebesee mündet sie in die Unstrut.

Die Fahnersche Höhe ist ein langgestreckter, dicht bewaldeter, schmaler 413 m hoher Höhenzug aus Muschelkalk im Südwesten des Thüringer Beckens. Sie gleicht dem Ettersberg 25 km östlich und ist die zweithöchste Erhebung im Thüringer Becken.

Bad Langensalza ... ist die zweitgrößte Stadt im Unstrut-Hainich-Kreis und liegt am... mehr

Bad Langensalza

... ist die zweitgrößte Stadt im Unstrut-Hainich-Kreis und liegt am südwestlichen Teil des Thüringer Beckens entlang des Flusses Unstrut. Im Westen liegt der Nationalpark Hainich, im Südosten die Fahner Höhen und im Norden die Heilinger Höhen. Zu Beginn des 9. Jh. wurde erstmals der Ort Salza im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld genannt. Im Jahr 1070 stiftete Ludwig der Springer die Liebfrauenkirche in Salza. Im 13. und 14 Jh. sind die Herren von Salza hier nachgewiesen. 1356 schlossen sich Jacobstadt, Neustadt und Altstadt zusammen und bildeten einen gemeinsamen Rat. Die Stadt erhielt eine Stadtmauer mit sieben Toren und mehr als dreißig Wachtürmen. Nach 1485 gehörten Stadt und Amt Salza den ernestinischen Herzögen von Sachsen. Als ein Zentrum des Waidanbaus war Bad Langensalza sehr wohlhabend. Nach der Teilung Sachsens 1815 kam Langensalza zu Preußen.
Sehenswertes:

  • Die Stadtmauer um die Altstadt entstand um 1365 und besaß einst 24 Wehrtürme und 7 Tore. 16 Türme und das Klagetor sind noch erhalten. Die Wallanlagen wurden teils zu Promenaden, Parks und Gärten umgestaltet. In der Altstadt besitzt die Stadt zahlreiche Fachwerk- und Stein-Bürgerhäuser.

  • Stadtmuseum befindet sich am Augustinerplatz in der Altstadt im ehemaligen Augustiner-Kloster.

  • Marktkirche St. Bonifacius wurde in mehreren Bauphasen von Mitte des 13. bis ins 16. Jh. im Stil der Gotik erbaut. Eine Besonderheit ist die Einzeigeruhr aus dem Jahre 1612. Der 81 m hohe Glockenturm ist der höchste aus Travertin errichtete Turm in Deutschland.

  • Bergkirche St. Stephan ist der älteste Sakralbau in Bad Langensalza. Im Jahr 1196 als Kapelle erwähnt wurde sie 1394 zur gotischen Kirche um- und angebaut.

  • Zu den Kuranlagen gehören die Friederiken-Quelle, der Rosengarten mit dem Rosenmuseum, ein Arboretum, ein Botanischer Garten, ein Magnoliengarten, ein Travertingarten und ein Japanischer Garten mit Teehaus.

Bad Tennstedt

... befindet sich im Unstrut-Hainich-Kreis im westlichen Teil des Thüringer Beckens etwa 20 km nordwestlich der Landeshauptstadt Erfurt. Das Gebiet ist durch eine intensive Landwirtschaft geprägt. In der Umgebung der Stadt gibt es einige schwefelhaltige Quellen, deren Wasser seit 1812 als Heilmittel im Kurbetrieb genutzt wird.
Aus dem Jahr 775 ist eine Schenkungsurkunde Karl des Großen an das Kloster Hersfeld bezeugt. Ab dem 13. Jh. wird Tennstedt eine Stadt genannt und war vom 14. bis 17. Jh. eine der fünf Waidstädte Thüringens. 1812 wurden ein Kurpark angelegt und das erste Badehaus eröffnet. Der großherzogliche Minister Goethe besuchte 1816 Tennstedt ein und kurte dort etwa 7 Wochen.
Sehenswertes:

  • Stadtmauer wurde von 1448 bis 1483 mit vier Toren erbaut. Heute sind in Teilen im Westen und Osten einige Wehrtürmen erhalten. Das Osthöfer Tor von 1448 mit einem Dachaufbau von 1579 ist heute eines der Wahrzeichen Bad Tennstedts.

  • Von der Fronveste hinter der Kirche sind ein Wehrturm und einige kleine Gebäude erhalten. Sie entstand um 1465 als Gefängnis und beherbergt heute das Stadtmuseum.

Sömmerda ... ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises , etwa 20 km nördlich von... mehr

Sömmerda

... ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, etwa 20 km nördlich von Erfurt und liegt im flachen, fruchtbaren intensiv landwirtschaftlich genutzten Thüringer Becken. In der Gemarkung Tunzenhausen fand man Ausgrabungsreste der ehemaligen Weißenburg, welche wohl aus frühgeschichtlicher Zeit stammte. Sömmerda wurde 876 erstmals urkundlich erwähnt.
Der hier geborene Erfinder des Zündnadelgewehrs Johann Nicolaus Dreyse gründete 1817 mit einem Partner die Fabrik Dreyse & Collenbusch und markierten damit den Beginn der Industrialisierung in der Stadt. 1840 kam es zum Bau einer Gewehrfabrik, Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Gewehrproduktion auf zivile Produkte umgestellt. Das Rheinmetall-Werk stellte nun Schreib- und Rechenmaschinen her. Der Betrieb nahm in den 1930-er Jahren mit der Aufrüstung einen Aufschwung. Im 2. Weltkrieg waren hier 14.600 Menschen beschäftigt, darunter 6.000 Zwangsarbeiter. Das Werk wurde in der DDR-Zeit ein Computerfertigungswerk des Roboton Kombinates. Die Computerfabrik ist heute ein Standort der Fujitsu Technology Solutions GmbH.
Sehenswertes:

  • Von der Ortsbefestigung, erbaut um 1368, sind das „Erfurter Tor“ von 1395, in dem sich seit 1977 ein Museum befindet, und sechs Stadtmauertürme heute noch erhalten. Die Stadtmauer war insgesamt 1.300 m lang, 4 m hoch und 0,85 m dick.

  • Stadtkirche St. Bonifatius ist ein spätgotischer, einschiffiger Bau und stammt aus der Zeit zwischen 1462 und 1567. Zum Inventar gehören neben der Barockorgel auch zwei vergoldete Altaraufsätze von 1491.

  • Pfarrhaus der Bonifatiuskirche an der Nordseite des Marktes ist ein stattlicher, seit 1993 sanierter Fachwerkbau. Er wurde 1589 als Amtshaus errichtet und 1792 Pfarrhaus.

  • Renaissance-Rathaus am Markt ist von 1539. Der Marktplatz und die Marktstraße wurden zwischen 1967 und 1975 neu gestaltet.

  • Im Dreyse-Haus befindet sich seit 2005 ein Museum. Es werden die industrielle Entwicklung der Stadt und das Leben des Erfinders von Dreyse dargestellt.

Kindelbrück

... ist eine Landgemeinde im Landkreis Sömmerda und liegt am Unterlauf der Wipper. Zu Beginn des 9. Jh. wurde Kindelbrück im Verzeichnis der Güter des Klosters Hersfeld genannt. Dem Dorf verlieh man 1291 durch Landgraf Albrecht II. das Stadtrecht und Kindelbrück gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Weißensee und danach zu Preußen.
Sehenswertes:

  • Stadtkirche St. Ulrich ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude. Ursprünglich hatte sie die Funktion einer Marktkirche

  • Rathaus an der Südseite des Marktes ist ein Neubau des um 1500 erstmals genannten Gebäudes, welches beim großen Stadtbrand verloren ging.

  • Stadtbefestigung schützte die Stadt seit dem 16. Jh. Von den vier Stadttoren, Türmen, der Ringmauer und Gräben blieben große Teile erhalten.

  • Gründelsloch, ein Naturdenkmal in der Stadtflur, entstand 1611 als Erdfall neben zwei weiteren Erdfällen. Die Karsthöhlenquelle erreicht eine Schüttung von 245 l/sek. Der See hat sich ständig vergrößert und die Größe von 40 m mal 25 m und eine Tiefe von 8,5 m.

  • Bei Bilzingsleben, ca. 2 km nordwestlich von Kindelbrück, wurden im ehemaligen Travertin-Steinbruch „Steinrinne“ die Reste eines Rastplatzes altsteinzeitlicher Jäger gefunden. Der Ausgrabungsort ist eine der bedeutendsten Fundstätten der Steinzeit in Europa. Die ersten Funde in dem Steinbruch stammen von 1710. Die Überreste des Homo erectus werden auf ein Alter von ca. 370.000 Jahren geschätzt. Die Ausgrabungsstätte ist ein Ausflugsziel mit professionellen Führungen.

  • Am 27. Dezember 2014 ereignete sich an der Teichholzmühle bei Bilzingsleben ein Erdfall. Es entstand ein Teich von über 20m Durchmesser und 9 – 12m Tiefe. Die Quelle bringt 30 bis 40 l/sek. Wasser.
Greußen ... gehört zum Kyffhäuserkreis, liegt am Fuß der Südabdachung der Hainleite und wird... mehr

Greußen

... gehört zum Kyffhäuserkreis, liegt am Fuß der Südabdachung der Hainleite und wird von der Helbe und ihren Seitenarmen durchflossen. Zahlreiche archäologische Bodenfunde geben Zeugnis einer Besiedlung des Gebiets in früh-geschichtlicher Zeit. Bei Greußen wurde 1858 in einem Holzschacht ein wertvoller Bodenfund gemacht, welcher aus sechs germanischen Gefäßen aus der Zeit um 200 n.Chr. besteht.
Sehenswertes:

  • Schloss Grüningen wurde durch den frühromantischen Schriftsteller Novalis, der hier 1794 seine spätere Verlobte Sophie von Kühn kennenlernte, bekannt. Deren Andenken bewahrte er nach ihrem frühen Tod 1797 in vielen seiner Werke. In die Mauer der St.-Petri-Kirche von Grüningen ist ein Medaillon mit einem Bild von Sophie eingelassen. Das Pflegeheim „Schloss Sophie von Kühn“ wird von der Novalis-Diakonie-Gesellschaft genutzt. Es finden hier Veranstaltungen der Novalis-Gesellschaft und auch Literatur-Abende und Konzerte statt.

  • Das Archäologische Freilichtmuseum Funkenburg, die Rekonstruktion einer germanischen Wehrsiedlung, befindet sich auf einem Bergsporn am Ortsrand von Westgreußen. Zu dieser Siedlung wurden von 1974 bis 1980 Ausgrabungen durchgeführt. Die Funkenburg bestand von 200 v. Chr. bis 50 n. Chr. Die Wehrsiedlung war mit Palisaden, Wällen und Gräben befestigt. Von 1992 bis 1999 wurde die Wehranlage von Vor- und Hauptburg am originalen Standort teilweise rekonstruiert. Die Burg und ihre Umgebung eignen sich hervorragend für die Darstellung eisenzeitlicher Kulturgruppen. Sie ist ein Zentrum für Experimentelle Archäologie in Thüringen. Tätigkeiten wie Töpfern, Backen, Spinnen, Färben, Weben, Netze knüpfen oder Bogenschießen werden im Rahmen von Aktivprogrammen angeboten.
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